Das Konzert der Silberdisteln

Am 14. Tag dieses Monats besuchte ich das angekündigte Konzert der Silberdisteln und es regnete in Strömen.

Trotz des Regens hatte sich Fräulein Nimredis vor die Bühne am „Tänzelnden Pony“ gestellt und überbrückte die Wartezeit, bis die Familie Silberdistel sich eingefunden hatte. Tapfer hielt sie mit Ihrer Laute dem Regen stand, hatte sich nur als Schutz eine Mütze aufgesetzt.

Nach und nach fanden sich die „Silberdisteln“, die reine Familienkapelle der Redakteurin des Auenland Boten, Fräulein Sebylla, ein und je mehr erschienen, um so weniger regnete es und der Regen hörte sogar vollständig auf, als Sebylla ankam.

Die nette Hobbit, mit der ich zusammenarbeite, legte bei der Kapelle einen Befehlston an den Tag, der mich sehr verwunderte. Gelegentlich muss ich sie einmal fragen, warum sie dies für notwendig erachtet.

Während die Musiker der Familie Silberdistel namentlich Sebranda, Sebhora, Seburga, Marlutar und Sebylla ihre Instrumente stimmten, erklärte mir Elanorya Tuk, dass die Bühne in einem so hervorragenden Zustand sei, da Viebo Tuk die Bretter erst vor kurzem noch einmal geölt habe. Nun die Bühne muss wohl in einem guten Zustand sein, auch wenn neue Vorhänge Not täten, da sie über Jahre die Masse der „Bärtigen Musen“ ausgehalten hat.

Das Konzert begann fulminant mit dem genauso bekannten wie schwer zu spielenden Stück „Fanfare für den einfachen Mann“ (fanfare for the common man), welches die Kapelle meisterlich intonierte.

Hernach trat Sebylla vor die Kapelle und begrüßte die Gäste:

“Schön, dass ihr alle gekommen seid! Mit der Fanfare, die ihr eben gehört habt, wollen wir euch auf eine neue Ära der jüngeren Musikgeschichte einstimmen. Wir spielen ab jetzt jeden zweiten Dienstag, immer in den ungeraden Wochen, hier auf der Bühne vorm Pony. Eigentlich wollten wir schon im letzten Jahr starten, aber die Streiks der Kellner und Fuhrleute haben unseren Auftritt verhindert.

Nun zu den Spielregeln: Wir spielen von der 8. bis zur 10. Abendstunde. Zugaben gibt es, wenn überhaupt, nur falls wir Lust dazu haben. Das jeweils letzte Lied wird die Auenlandhymne sein, damit uns keiner mit den Musen verwechselt. Danach gibt es nichts mehr – da könnt ihr toben oder betteln solange ihr wollt!

Heute werden wir euch Weisen einer bekannten Kapelle aus den Nordlanden zu Gehör bringen. Wir wünschen euch viel Spaß!“

Immer mehr Zuhörer kamen hinzu, Ellineth von „Caput Draconis“, das Ehepaar Wintermond, Herr Kirgon Stahlhammer, Herr Wibald und viele andere mehr. Ich legte mit Herr Kirgon den einen oder anderen Tanz auf das nicht vorhandene Parkett, sprich den Rasen vor der Bühne.

Das Publikum tanzte und jubelte während sich die Klänge, die der Ainulindale würdig wären, über uns ergossen.

Es folgten weitere Klassiker wie „Fröhliches Reiten“ (Joyride), „Zimtgasse“ (Cinnamon Street), „Schepper, plumps, klirr“ (Crash! Boom! Bang!) und „Feuerwerk“ (Fireworks) und noch viele andere mehr.

Man wünschte, wie ich an den Gesichtern der Zuhörer ablesen konnte, dass dieses Konzert nie endet, aber unausweichlich stimmte die Kapelle zum Schluss die Auenlandhymne an und wurde von den begeisterten Zuhörern mit Jubel, Applaus und Feuerwerk verabschiedet.

Ihr seid an einem Dienstag in den ungeraden Wochen des Jahres in Bree oder in der Gegend? Nun, dann lasst Euch den Kunstgenuss, die Silberdisteln spielen zu hören, nicht entgehen.

Idda Goldkerze für den Auenland Boten

3 Gedanken zu „Das Konzert der Silberdisteln

  1. Da dienstags immer Grenzerstunde ist und ich nicht gen Bree reisen kann, bin ich für deinen Bericht umso dankbarer, liebe Idda! Muss toll gewesen sein! 😀

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