Frühlingsausflug …

Muhme Seburga plaudert aus dem Nähkästchen

Da bin ich wieder, liebe Leser! Und diesmal habe ich der Oma ein paar Erinnerungen aus ihrer Jugendzeit, inklusive alter Bilder entlocken können … Aber lest selbst!

Heute wende ich mich mal an die jüngeren Hobbits in den Twiens, die ihre ersten Erfahrungen mit der Liebe machen. Vieles hat sich seit meiner Jugend im Auenland verändert, aber es gibt immer noch einige Plätze, die damals ein Geheimtipp unter den Jungverliebten waren und auch heute noch eine Wanderung wert sind.

Ich weiß es noch, wie heute. Ich war selbst gerade erst 16 Jahre alt und für fast ein Jahr zu Besuch bei meinem Ohm in Hobbingen. Damals bin ich meistens mit dem Herrn Bilbo und seinem Freund, dem Hamfast, herumgezogen. Der Herr Bilbo hatte ein Auge auf mich geworfen, aber ich wollte davon nichts wissen, denn erstens war er viel zu alt für mich – ich war 16 und er schon fast aus den Twiens heraus – und dann war er für meinen Geschmack schon damals zu abenteuerlustig für einen anständigen Hobbit. Und der Hamfast gefiel mir überhaupt viel besser!

Aber das wollte ich euch eigentlich gar nicht erzählen. Sondern davon, welche lauschigen Plätzchen für Jungverliebte es im Auenland gibt. Ich habe sie alle besucht. Manchmal allein mit Hamfast, aber meistens waren wir zu dritt, denn die meisten Plätze hat mir Bilbo gezeigt. Er war nämlich hartnäckig und ich war manchmal recht froh, das Hamfast immer mit dabei war. Wer weiß, was sonst alles passiert wäre!

Im Frühjahr hat Bilbo darauf bestanden, dass wir nach Michelbinge zum Markt wandern und dafür von meinem Ohm sogar die Erlaubnis erwirkt, dass ich über Nacht fortbleiben darf! Aber eigentlich wollte er gar nicht zum Markt, sondern zur Honigmondmatte. So wurde der Hügel hinter dem Michelbinger Rathaus von den jungen Hobbits genannt. Aber hier hat man eine wirklich schöne Aussicht über Michelbinge, die bei den Pärchen besonders an lauschigen Frühlingsabenden beliebt war.

Hinter Braunlocks Hof, der damals noch nicht Dora, sondern ihrem Großvater gehörte, gab es auch einige Plätze, die versteckt lagen und von denen man Hobbingen und den Bühl überblicken konnte. Aber weil es schon damals Wölfe in dieser Gegend gab, wagten sich nur die mutigsten Hobbits hierher. Und die kamen meistens auch nur einmal, weil ihre Liebchen mehr damit beschäftigt waren, sich ängstlich umzuschauen, als zu schmusen. Na, der Herr Bilbo wollte mich auch mal hierher schleppen, aber das hab ich ihm gleich wieder ausgeredet.

Es gibt da noch ein Plätzchen, welches viel näher bei Hobbingen liegt. Hier konnte man sich auch mal schnell am Nachmittag treffen und war vor Wölfen, aber auch vor den neugierigen Blicken der Einwohner ziemlich sicher. Auch damals standen auf der Wiese immer viele Blumen, die allein schon durch ihren Duft betörten. Hinter den Bäumen, die damals natürlich noch nicht so groß waren, haben wir unsere Picknickdecken ausgebreitet und das eine oder andere Festmahl gehalten. Hier hat mich auch der Hamfast das erste Mal geküsst! Hach, war das schön! Das hat so gekribbelt im Bauch. Ich weiß gar nicht mehr, warum wir auseinander gegangen sind … Aber ich schweife ja schon wieder ab!

Es gab noch einen Hügel, nahe Wasserau, den wir gern besuchten. Hier blickte man wahlweise nach Froschmoorstetten oder, wenn man seinen Frühstückskorb etwas weiter westlich aufstellte, auf die Wässer bei Hobbingen.

Warum die vorgestellten Plätze alle auf einem Hügel liegen? So etwas können auch nur unerfahrene Junghobbits fragen! Die Hügel lagen allesamt über dem geschäftigen Treiben im Westviertel, also waren wir ungestört. Außerdem verirrten sich die Mücken, die es rund um die Wässer reichlich gab, selten nach so hoch oben.

So meine lieben Twiens, jetzt habt ihr für den nächsten Frühling ein paar Ausflugstipps und müsst nicht wieder im Heckenlabyrinth beim Breefest herumalbern. Bestimmt gibt es in Dachsbauten, Stock oder Waldhof auch solche Ecken, aber so weit bin ich nie gekommen.

Eure Seburga

Sebylla Silberdistel für den Auenland Boten

4 Gedanken zu „Frühlingsausflug …

    1. Ach, Tulpi! Lass doch den Kleinen ihren Spaß! Ihr Grenzer solltet lieber aufpassen, dass ihnen dort nichts Schlimmes passiert.
      Damit meine ich nicht das, was manchen Hobbitmädels an solchen Orten passiert. Das ist ja durchaus im Sinne von Bürgermeister Weißfuss, damit die Hobbits im Auenland nicht aussterben. *kichert albern*

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s