Aubis Buschtrommel (2)

So da bin ich wieder und langsam muss ich sagen, ich fühle mich hier echt heimisch. Klar das Bockland ist viel schöner, aber die Leute hier sind nett, oh ja. Und „wir“ Südviertler plaudern und tratschen genau so viel, wie die Bockländer. Was man alles so hört, wenn man von der Chefin zum Austragen des Boten oder zu Besorgungen losgeschickt wird, alle Achtung.

Alter Wald? Wildwald?

Da erzählen sich Leute, dass in den letzten Nächten merkwürdige Dinge im und um das Bockland gesichtet wurden. Die Grenzer an der Brandywein-Brücke haben angeblich in der Dunkelheit viel Ästerascheln und Holzknarzen gehört. Als in der einen Nacht der Mond besonders hell leuchtete, kam es den Grenzern so vor, als würden einige große Schatten aus dem Alten Wald hervortreten und den Brandywein am Ufer entlang hinaufziehen. Auch war ein Summen zu hören, wie das der gemeinen Holzwespe, dass angeblich die sich bewegenden Schatten begleitete. Ein Grenzer soll deswegen auch seinen Posten verlassen haben, um den Geräuschen zu folgen. Er habe berichtet, dass die Spur hinter den Brandybergen im nördlichen Waldstück verloren ging, welches bei den Breeländern „Wildwald“ genannt wird. Der furchtlose Grenzer habe seinen Kollegen daraufhin gefragt, nachdem er unbeschadet zurück zur Brücke gekommen war, ob das anstehende Braunflutfest wohl im Zusammenhang mit den Ereignissen stehen könnte?

Ne ne ne, Leute, ja der Alte Wald ist geheimnisvoll, ich weiß das, aber macht doch nicht direkt aus jedem BoGü einen Ork!

Faroweis macht Frauenarbeit

Da behauptete doch eine Hobbit beim „Adler und Kind“, dass Faroweis Birnhaag des Öfteren mit einer Schürze bekleidet am Waschzuber vor dem Smial der Birnhaags gesehen worden sein soll. Böse Zungen behaupten, dass Mairad sich weigere, die Windeln von Centi zu waschen; während wohlmeinendere Munkler sagen, dass Faroweis diese Arbeit freiwillig übernommen habe, da Mairad mit ihrer neuen Aufgabe als Chefredakteurin so ausgelastet sei.

Meine Chefin macht viel, Chefredakteurin, Goldschmiedin, Musikerin aber vor allem ist die Mutter und wenn Ihr mich fragt eine Gute! So!

Und wenn der Mann von der Chefin so ein guter Mann ist, dass er sogar bei der Hausarbeit hilft, dann sind die Munkelinen, die da böse Gerüchte in die Welt setzen nur neidisch!

Gefahr oder Neid?

Da erzählte mit doch der Brombard am Mathomhaus, dass eine Gruppe reicher Investoren (Altes Geld, die Namen Grünblick, Tuk und Sackheim sind gefallen) eine Menge Erkundigungen eingezogen hat, um hinter das Geheimnis des Wohlgeschmacks von Smialtörtchens Dosentörtchen zu kommen. Allerdings scheint es, als ob deren Agenten weit weniger fähig sind, Geheimnisse zu bewahren, als die Birnhaags. Unter vorgehaltener Hand wird verlautbart, dass es an der Verlötung der Dosen liegt, genauer: am Blei. Nachdem die verzinnten Dosen, um das Gären und Schlechtwerden der Törtchen zu verhindern, sehr sorgfältig verlötet sind, und dabei auch nicht am Blei gespart wurde, hat das einen ähnlichen Effekt, wie die Bleibottiche, in denen skrupellosere Winzer Traubenmost minderer Güte vergären lassen. Der Bleizucker, der dabei entsteht, macht den Wein, und auch die Törtchen, süßer. Wer weiß, ob das so gesund ist.

Angeblich planen die Grenzer sogar, sich die Dosenkuchen genauer anzusehen.

Ja ne, ist klar, selber keine Einfälle haben und dann, wenn einer einen hat, und der Herr Faroweis hat immer viele, dann aus den Löchern kommen und erst versuchen, den Einfall zu klauen und wenn das nicht geht, böse falsche Gerüchte in die Welt setzen. Na Bravo, das ist nicht hobbitlich, das sagt Frau Tagetes auch! Ausserdem, Herr Faroweis ist selbst Grenzer und die tun nichts Verbotenes!

Beuno und die Schweinepfote

Da hör ich doch, als ich den Boten im Stammstischsmial abgeliefert habe, dass ein gewisser Grenzeroberausbilder und Bäckermeister behauptet, dass Tulpeline und Beuno sich bereits seit Jahren heimlich lieben würden und sogar zwei Kinder miteinander hätten! Jene würden Schokodrina und Bogüfettina heißen.

Na und wenn? Die kennen sich lange die beiden und sind beide vortreffliche Hobbits, oh ja und warum denn dann nicht. Aber die Namen sind nun ja sagen wir mal….. so halt. Die haben beide Geschmack und Stil, so wird doch einer ein Kind nennen, echt nicht.

Der Dosenkuchen schon wieder

Da erzählte ein Zwerg, der sich im „Pflug und Sterne“ ein Bier gönnte, dass Herr Kriso einen Dosenkuchen bekam von einem Herrn Zalto. Beim Versuch die Dose zu öffnen, hat er sich mit einem Hammer verletzt. Die Dose ging ja auf aber die der Kuchen bestand nur aus Krümeln dank des Hammers. Angeblich wolle dieser Zwergenfürst nun Schmerzensgeld und zwar ein Fass Milchbier und besteht drauf, dass den Dosen eine Anleitung beigelegt wird.

Hm, also ich weiß wenn einer mit Hammer und Axt umgehen kann, dann ein Zwerg und dass ein Zwerg eine Dose nicht aufbekommt, könnt Ihr das glauben? Und dann der Zwerg, wenn es denn doch so wäre, dies auch noch herumposaunen würde? Ehr nicht oder, Zwerge sind stolz oh ja!

Und dann meinte ein Hobbit in Dachsbauten, dass Bango neuerdings Rostflecken hat, weil er zuviele Dosentörtchen gefuttert hat. Möglicherweise mit Verpackung. Aber das ist wohl nur ein übles Gerücht.

Also Rostflecken bekommt der Bango bestimmt nicht, weder von Törtchen noch weil er faul ist, das ist er nämlich nicht! Und er ist Essperte und als solcher isst er keine Dosen, da bin ich sicher.

Faroweis und Frau Tagetes

Im Efeubusch habe ich die Munkelei gehört, dass Faroweis so viel Respekt vor Oma Tagetes hat, dass er am überlegen ist, sie in einen sehr langen Urlaub zu schicken. Er ist am Verzweifeln, wie er das am geschicktesten einfädeln oder backen soll.

Frau Tagetes, ich wohne da ja zur Untermiete, kann schon mal recht streng sein, wenn es nötig ist aber meistens ist sie nett, wenn man sie nicht ärgert. Und die Chefin würde nie zulassen, dass Frau Tagetes zu lange wegfährt.

Wem gehört der AUBI?

Da stellt man was auf die Beine und dann muss man sich so einen Mist anhören. Die einen munkeln, dass Herr Birnhaag den Boten finanziert, damit seine Gattin nicht unbeschäftigt ist. Die anderen tratschen, dass Mairad eine tatkräftige Frau ist und so was wie den Boten nicht aus Langeweile macht.

Jetzt ist es aber mal gut. Langeweile hat meine Chefin sicher nicht, dass das mal klar ist und Geld genug hat sie auch. Und ansonsten, was geht Euch das an?

Steine, Steine, Steine

Ein Anwohner in Finkhopfen, beschwerte sich darüber, dass ungewöhnlich viel Stein und Gestein von Zwergen und anderem Händlervolk auf der Oststraße unterwegs war, einige Teile dieser Ware soll durch Nadelhohl gekommen sein, ein kleinerer aber nicht unerheblicher Teil ist an Wegscheid vorbei ins Südviertel transportiert worden. Man hörte sich auch einige Zwerge für eine Veranstaltung dort ankündigen.

Ein Gerücht ist das ja nicht, weil der Herr Glüxschmied ja eine so beeindruckende Ausstellung in Finkhopfen aufgebaut hat über Zwerge und da brauchte er genug Steine für um die Stadthöhle mindestens 10 mal nachzubauen.

So, das war es dann für diese Ausgabe. Munkelt doch mal was Nettes! Und glaubt nicht alles, was einer in der Kneipe so erzählt!

Aubi Bocksburger für den Auenlandboten

5 Gedanken zu „Aubis Buschtrommel (2)

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