Verbund für Hobbitisches Brauchtum: 'Leckeres Rührei zum Plauderabend serviert!'

„Letzten Sonntag hielt der ‚Verbund für Hobbitisches Brauchtum‘, wiedermal Hof in seinem Stammlokal, dem ‚Grünen Drachen‘ zu Wasserau. Verbundvorsitzende, Tulpeline Schweinepfote, hatte zur achten Abendstunde, erneut zu einem Abend voller Plauderei, Spass und ihrer berühmten Rühreipfanne, dortthin eingeladen.

Fräulein Tulpeline befand sich bereits in der Küche des ‚Grünen Drachen‘, als ich leicht verspätet, in dem kultigen wasserauer Lokal eintraf und bereits Bango Gerstfeld und die Fräuleins, Sebylla, Erdina und Mairad – die mit ihrer neugeborenen Tochter Centifolia gekommen war -, begrüssen konnte.

Alle hatten sich natürlich um die Kleine gescharrt und bestaunten die neueste Einwohnerin des Auenlands mit grossen Augen. Mairad nahm die Gratulationen und Glückwünsche, welche alle bei Centifolias Anblick automatisch hervorbrachten, erfreut entgegen und wiegte das seelig schlummernde Baby stolz und vorsichtig in ihren Armen.

Dann verschob sich jedoch der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rasch, als Verbundvorsitzende, Tulpeline Schweinepfote, mit einer riesigen, gusseisernen Pfanne voller ‚Schnittlauch-Rührei‘, in der Runde erschien. Dann war natürlich erstmal Mampfen angesagt und, bis auf Schmatzen und Kaugeräusche, senkte sich für ein halbes Stündchen, Stille über den ‚Grünen Drachen‘. Danch war, wie es sich für eine Plauderstunde gehört, wieder Reden angesagt, wobei die kleine Centipedia natürlich erstmal wieder im Mittelpunkt stand. Auch der dann verspätet eintreffende Torbol Prallwams, wurde sogleich mit ins Gespräch einbezogen, wobei Bango die Gelegenheit dessen Ankunft nutzte, um eine frische Pfanne Rührei einzufordern.

Mairad:Schau mal Torbol, die kleine Centi liegt da auf der Bank und schläft.‘

Torbol: ‚Oh, wie goldig!‘

Erdina: ‚Ich kann doch kein Bier vor einem Baby trinken!‘

Bango: ‚Wir brauchen mehr Rührei, Tulpi!‘

Mairad: ‚Ist sie nicht ein Engel? Und hat rote Haare, wie ich, aber Faros Augen, oh ja!‘

Torbol: ‚Genau, dieser stechende Blick!‘

Ale mussten über Torbols Witz herzhaft lachen und Tulpeline gab dann schliesslich auch nach und verschwand nochmal in der Küche, um für alle eine neue Pfanne Rührei aufzusetzen.Das war eine gute Idee, da dann mit dem Fräulein Sahma, noch ein Überraschungsgast und eine zusätzliche Esserin eintraf.

Torbol passte die Anwesenheit seiner Kontrahentin natürlich garnicht in den Kram und verhagelte ihm ganz schön den Hafer. Ich möchte hier nicht die ganze Vorgeschichte neu aufrollen ( selbige kann im Archiv des ‚AW‘ nachgelesen werden ), die dafür gesorgt hatte, dass die beiden Nachbarn sich spinnefeind geworden waren, doch konnte man die Anspannung im Raum von diesem Zeitpunkt an, förmlich greifen!

Mairad wollte dann frühzeitig aufbrechen, um Centipedia ins Bett zu bringen und bekam das folgende Streitgespräch, glücklicherweise, nur noch teilweise mit. Wir anderen versuchten zunächst, Sahma und Torbol etwas abzulenken, indem wir die Plauderei auf die Einweihungsfeier des Redaktions-Smial vom ‚Auenland Boten‘ – am Vortag – und die bevorstehende neue Mathomausstellung des Herrn Bubikopf, zu bringen trachteten.

Beuno: ‚Tulpi war gestern seltsam verhalten…wie fandest du es beim Fest, Tulpi?‘

Tulpeline: ‚Na, ich war von Sebylla’s Musik so begeistert, dass ich ihr gelauscht und getanzt habe. Da hab ich das Plaudern ganz vergessen.‘

Beuno: ‚Gut gesagt,Tulpi…Seby war wirklich famos!‘

Torbol: ‚Oh, ich konnte gestern leider nicht.‘

Sebylla: ‚Schade Torbol, es war wirklich fein. Und, dankeschön, Tulpi und Beuno!‘

Mairad: ‚Die Bierfässer sind jedenfalls alle leer geworden! Es waren genug Zwerge da! Apropos, ich bin echt gespannt auf die neue Mathom-Ausstellung.‘

Beuno: ‚Ja, Thema ‚ZWERGE‘ beim Bubikopf in Finkhopfen!‘

Torbol: ‚Ja, morgen soll ja Eröffnung sein!‘

Tulpeline: ‚Nachschuuuuub ist daaaa!!‘

Beuno: ‚Aah, das frische Rührei!‘


Dann wurde erneut gevespert, was auch gut so war, da den beiden Streithähnen erstmal das Wasser abgegraben, beziehungsweise, ‚der Mund gestopft‘ werden konnte, was die Eskalation noch etwas nach hinten verschob und Mairad mit Centipedia, die Chance auf einen sauberen Abgang bot. Tulpeline hatte mit ihrer Rühreipfanne, ein ideales Zeitgefühl bewiesen! Danach brach sich der Sturm allerdings doch noch Bahn.

Torbol: ‚Hmpf, dürfen verdächtige Personen einfach so frei rumlaufen?‘

Sahma: ‚Hier gibt es überhaupt keien verdächtige Person!‘

Torbol: ‚Ich hol mir mal noch Rührei, bevor eine bestimmte, besitzergreifende Person, alles aufisst!‘

Beuno: ‚Torbi, reich Sahma bitte nen Teller voll Rührei!‘

Torbol: ‚Wie komm ich denn dazu, Beuno? Dieser Einfrosterin noch Essen bringen!?‘


Sahma: ‚Was..Rührei von dem? Das is dann sicher vergiftet! Pahh..Torbol macht nur lauter blöde Unterstellungen! Pralli weiss gar nicht, was für ein Glück er mit mir hat!‘

Torbol: ‚Tulpi, Carli deine Hündin, stiert immer gierig auf mein Rührei. Kusch!‘

Tulpeline: ‚Keine Angst, Torbol. Carli wird kein Rührei essen.‘

Torbol: ‚Der Hund starrt in deine Richtung, Sahma. Tiere merken das, wenn einer was im Schilde führt!‘


So ging es zwischen den beiden eine ganze Weile hin und her, bis das Gespräch zum Ende hin, nochmal auf normale Themen gelenkt werden konnte. Unter anderem wurde besprochen, wie das Fräulein Irmeline beim Einweihungsfest, den Herrn Kirgon – der leider beim Wettkampf nicht anwesend war – vom ‚Rätselthron‘ hatte stossen können, wofür sie von uns allen – in absentia – sehr gelobt wurde. Auch verriet Verbundvorsitzende Tulpeline, auch noch ihre Pläne für den kommenden Brauchtumabend, in zwei Wochen.

Tulpeline: ‚In zwei Wochen wird der Verbund in der Backstube ‚Smialtörtchen‘ sein. Wir werden da gemeinsam Brote backen!‘

Bango: ‚Und essen?‘

Tulpeline: ‚Ja, und essen!‘

Beuno: ‚Waas?? Wieso weiss ich noch nichts davon..als Gehirn!??‘

Tulpeline: ‚Nun weisst du es ja, Beuno. Du bist eben das Gehirn, nicht das Ohr!‘


Da sich der Verbundabend ohnehin dem Ende entgegenneigte und Tulpeline auch noch etwas müde und von ihrer gerade erst überstandenen Erkältung, noch ermattet war, erklärte sie den Abend dann für ‚offiziell beendet‘. Sie hiess, Sahma und Torbol, das Lokal einzeln zu verlassen, damit es nicht noch zu Handgreiflichkeiten kommen würde und verabschiedete uns Übrige, auf ganz normale Art und Weise. So ging ein überaus unterhaltsamer und geselliger Brauchtumabend zuende, welchen alle Teilnehmer, mehr oder weniger, zufrieden, aber vor allem, mit vollen Bäuchen verliessen. Dankeschön, Tulpeline Schweinepfote!“

Beuno Willowtree für den Auenland Boten

5 Gedanken zu „Verbund für Hobbitisches Brauchtum: 'Leckeres Rührei zum Plauderabend serviert!'

  1. Da wurde der Beuno bestimmt von den beiden Lieblingsfeinden, Sahma und Torbol, abgelenkt, als er das so aufgeschrieben hat. Aber vielleicht musst du ihm auch nur mal erklären, dass das Gewürm aus seiner leeren Speisekammer nichts mit einem Hundertblatt aus deinem Garten zu tun hat. 🙂

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