Wichtige Gebäude Mittelerdes (2) – Heute: Das Letzte Heimelige Haus

Heute widmen wir uns einem Gebäude mit einer großen Historie und wichtigen Bewohnern, dem Letzten Heimeligen Haus, der Heimstatt von Herrn Elrond in Imladris.

Ihr Hobbits werdet Imladris eher unter dem Namen Bruchtal kennen und wahrscheinlich wisst Ihr auch nicht, welche Ereignisse zur Gründung dieses ruhig gelegenen Ortes führten, der sich in einem tiefen Tal befindet, das in Äonen durch den Bruinen aus dem Fels gewaschen wurde.

Also beginnen wir mit der Lage.

Imladris liegt verborgen in einer Schlucht des Bruinen, Euch Hobbits wohl unter dem Namen Lautwasser bekannt, der durch die Hochmoore westlich des Nebelgebirges fließt. Aus westlicher Richtung kommend hat man einige Hindernisse zu überwinden, um zur Furt des Bruinen zu gelangen, von der aus ein Weg nach Imladris führt.  Ein steiler Zickzackpfad führt ins Tal hinab. Mit dem Tal wollen wir uns heute noch nicht beschäftigen, da es dort noch anderes Wichtiges zu entdecken gibt.

Man erreicht das Letzte Heimelige Haus über eine schmale, geländerlose Steinbrücke.

Die Geschichte dieses friedlichen Ortes, dem die typisch „elbische Leichtigkeit“ anhaftet, ist nicht so friedlich und harmonisch, wie man vermuten könnte.

Im Jahre 1693 des Zweiten Zeitalters griff Sauron die Elben Eregions an. Der Zweck dieses heimtückischen Angriffs war es wohl, an gewisse mächtige Ringe zu gelangen. Die Geschichtsschreibung schweigt dazu weitestgehend. 1697 des Zweiten Zeitalters hatte Sauron den legendären Gil-Galad besiegt und die Hauptstadt Eregions, Ost-in-Edhil, erobert und zerstört.  Herr Elrond scharte die Überlebenden um sich und führte diese gen Norden in das tiefe Tal des Bruinen. Sicherlich wurde diese Stelle ausgesucht, da Imladris nicht nur wunderschön, sondern auch eine Festung ist, die schwer einzunehmen sein wird. Im Jahre 1700 des Zweiten Zeitalters wurde Sauron schließlich von den Númenórern, ihr Anführer war Kronprinz Tar-Minastir, aus Eriador vertrieben.

Imladris spielte auch in der folgenden Geschichte eine Rolle. Nach der berühmten Schlacht des „Letzten Bündnisses“ birgt Imladris neben vielen anderen Geheimnissen auch die Bruchstücke von Narsil, des Schwertes, das Isildur führte und das bei dem Kampf gegen Sauron zerbrach.

Imladris wurde immer mehr zu einem geschützen Zufluchtsort, auch als sich im Jahre 1300 des Dritten Zeitalters der Fürst der Nazgûl in Angmar, das nördlich von Imladris liegt, niederließ und Unfrieden in die drei Nordkönigreichen der Dúnedain, Arthedain, Cardolan und Rhudaur, brachte.

Ich hatte die Ehre, 30 Jahre meines Lebens im Wesentlichen in Imladris verbringen zu dürfen und in der Bibliothek des Herrn Elrond zu forschen.

Widmen wir uns nun dem Haus.

Allein schon die große Eingangshalle mit den Geländern und Überdachungen, die reich mit aus Bronze geschmiedeten Blumen verziert sind, zeigt die offene und verspielte Architektur der Elben. Alles ist, anders als bei den Söhnen und Töchtern Durins, von Licht durchflutet, überall sieht man Statuen, Blumen, Bäume und Wasser und es wird musiziert.

Zur rechten Hand befinden sich Gästequartiere, auch diese elbisch edel aber gleichwohl gemütlich eingerichtet.

Zur linken Hand befindet sich der Zugang zur „Halle des Feuers“. Diese ist der Ruhe aber auch der Festlichkeit gewidmet und das Herz des Letzen Heimeligen Hauses, da das Feuer dort nie erlischt.

Hier habe ich lange Gespräche mit einem betagten Hablingsherren namens Bilbo Beutlin geführt, der seit noch nicht all zu langer Zeit im Letzten Heimeligen Haus zu Gast ist. Er wusste so einiges zu erzählen vom Erebor und anderen Begebenheiten. Besucht ihn doch einmal.

Ja, noch mehr als Bree, wo ich geboren wurde, sehe ich das Letzte Heimelige Haus als meine Heimat an.

Am Ende der Halle befindet sich der Ausgang zu einer wunderbar ruhigen Terrasse, die zum Verweilen einlädt.

In der ersten Etage findet man die Halle der Gelehrten, einen Platz der Ausbildung und des Studiums.

In der zweiten Etage befinden sich zwei der wichtigsten Einrichtungen des Letzten Heimeligen Hauses, die Bibliothek und Tham Send, die Halle der Ruhe.

Die Zeichnungen der Bibliothek sprechen für sich selbst, weißer Marmor und Bücher, Bücher, Bücher. Das ist mir der liebste Ort in ganz Mittelerde.

In der Bibliothek ist auch immer wieder Herr Elrond selbst anzutreffen. Seine Weisheit ist legendär und seine Güte steht kaum dahinter zurück.

Die Halle der Ruhe hat eine Geschichte, die auch noch an die Schlacht des „Letzten Bündnisses“ erinnert. Hier wurden und werden immer noch die in der großen Schlacht vor sage und schreibe etwa 3000 Jahren durch die Macht des Sauron verletzte Elben gepflegt und behandelt. In den letzten Monaten wurde gemunkelt, dass sich einige dieser Elben nunmehr auf dem Wege der Besserung befänden.

Das ist das Herz von Imladris, wie lange es noch ein Hort elbischer Lebensart sein wird, das kann keiner sagen, aber so lange es so ist, lohnt sich ein Besuch in Bruchtal, wie die Hobbits es nennen. Es gibt dort noch mehr Wunder zu entdecken, nicht nur das Haus von Herr Elrond.

Idda Goldkerze für den Auenland Boten

5 Gedanken zu „Wichtige Gebäude Mittelerdes (2) – Heute: Das Letzte Heimelige Haus

  1. Ich war auch schon mal dort in Bruchtal. Ich war vor paar Jahren zu einer Feier dort eingeladen. Es gab paar Tage vorher eine Eskorte von Bree nach Bruchtal mit der ich die Reise gemacht habe. War wirklich sehr schön sich dieses Bruchtal anzusehen.

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  2. Du hast einen tollen Schreibstil liebe Idda, man könnte man, dieses Bruchtal würde es tatsächlich so geben, wie du es beschreibst.

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    1. Also wirklich Beri. Wenn die Idda sagt, dass es das gibt, dann gibt es das. Ist eine Gelehrte, weisst Du. Sogar der Birkenstock äh der ehrenwerte Craaco Birkenheim war schon mal da. Aber dass der alte verrückte Beutlin noch lebt, das erstaunt mich wirklich. Der muss ja mittlerweile urururalt sein. Haben bestimmt die Elben mit zu tun.

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