Aubis Buschtrommel (6)

Also wirklich, da schleppt man sich ab mit dem Boten und versucht die Zeitung auch bei Mistwetter rechtzeitig an den Hobbit zu bringen und trotzdem ist nichts in Ordnung. Zu dick, zu dünn, zu spät zu früh und vor allem „ich steh ja gar nicht drin“. Wenn Du drinstehen willst, dann schreib einen Leserbrief oder sorg dafür, dass man über Dich munkelt. Du musst einfach nur dem Timm Sandigmann was absolut im Vertrauen erzählen, was meinst Du wie schnell das im Briefkasten des Boten ist.

Monsterfische

Da treffe ich doch auf dem Weg ins Südviertel eine junge Dame. Nennen wir sie mal Pelzzehchen die mit da eine Geschichte erzählt hat, dass sich meine Fußhhaare aufgestellt haben. Echt!

Die hat erzählt, dass ein hobbitkinderfressender Riesenfisch im Teich an der Rennbahn wohnt. Er hat versucht die junge Geomee zu fressen. Der Schwager einer Tante von Lobelia Sackheim-Beutlin glaubt eine furchteinflößende Silouette im Wasser erkannt zu haben. Vor einer solchen Gefahr muß doch gewarnt werden. Und gelegentlich mopst er unvorsichtigen Anglern die Angelrute, um sie als Zahnstocher zu gebrauchen. Damit puhlt er wohl die Knochen der gefressenen Hobbitkinder aus seinen riesigen scharfen Zähnen. Es ist geradezu fahrlässig, daß der Bürgermeister den Teich noch nicht weiträumig absperren und von mehreren Grenzern bewachen ließ. Auch wäre es so, dass das Hobbitfräulein Laramee, die ja für ihre Fischfangkunst berühmt oder mindestens berüchtigt ist, südlich der Auenländer Pferderennstrecke von einem Postboten gesehen wurde. Seltsamerweise trug sie zwei Angelruten bei sich. Merkwürdig ist es, weil sie für ihre spezielle Angelmethode keine Angelruten verwendet. Laramee hockte dort an einem Feuer und trocknete ihre Kleidung. Das spricht hingegen dafür, daß sie wie üblich mit der ihr eigenen Methode pupsfischen war. Ungewöhnlich war auch, daß sie in Begleitung ihrer Schwestern, Helomee und Faramee dort verweilte und sich mit ihnen über irgendetwas ganz köstlich amüsierte. Die führten doch sicher nichts gutes im Schilde. Bestimmt heckten sie wieder Streiche aus.

Also da soll mich doch der sonstwer holen, wenn das stimmt! Fische die ganze Hobbits fressen, die mag es in dem Ozean geben, wie heißt der noch gleich, aber in einem so kleinen See, das kann ich mir nicht denken. Und so ein Fisch muss ja auch irgendwo herkommen, also Monsterfischeltern haben, oder? Dann müsste man davon aber schon lang wissen, meine ich. Nein, das glaub ich nicht, auch wenn ich meine dass das Fräulein, das echt eine Hübsche ist, sehr überzeugt ist, dass sie recht hat.

Retter die Hobbinger Brücke

Beim Ausliefern in der Post in Hobbingen erzählt mir da ein Unterbriefträger, er habe vor einigen Tagen eine Versammlung auf der Hobbinger Brücke gesehen. Die dort versammelten Auenländer sollen für den Erhalt der in die Jahre gekommenen Brücke demonstriert haben. Augenzeugen seien sich sehr sicher, dass auch Transparente zwischen den Pfeilern gehangen haben, mit der Aufschrift: „Trennt den Bühl nicht von Hobbingen, erhaltet unsere Brücke“. Es seien wohl auch bekannte Redakteure des Auenlandboten unter den Versammelten gewesen.

Na da brat mir doch einer einen Storch, die Brücke ist baufällig, hab ich gar nicht gemerkt als wir Redakteure da alle stundenlang für die Skizzen im kalten Wind gestanden haben. Das hätte man uns doch sagen müssen. Stellt Euch mal vor, wir wäre alle in die Wässer gefallen und ertrunken, das wäre es dann mit dem Boten gewesen. Ne ne ne. Da nehme ich lieber demnächst die Furt.

Buchsbaumsche Verkohlrouladen

Die junge Dame, die im Efeubusch immer sauber macht, hat mir erzählt, dass jemand anders ihr erzählt hat, dass er gehört habe dass ein bekanntes Fräulein, das bei den Grünfinken singt, erzählt habe, dass Herr Buchsbaum wohl geformt nach Hause gegangen ist, nachdem er eine große Schüssel voller Kohlrouladen nach Schalottes Art verspeist haben soll.

Also ich habe mal mit dem Herrn Faroweis darüber gesprochen und der meinte, dass die Schalotte eine vortreffliche Hobbit sei, eine der moralischsten, die das Auenland je gesehen habe und nur einen Fehler hat, die fehlende Kochkunst und dass man die Kohlrouladen von Frau Buchsbaum als Türstopper oder Kohle brauchen könne. Und davon soll der Herr Buchsbaum den ganzen Bauch voll gehabt haben? Der Arme.

Putsch oder Punsch? Das ist hier die Frage!

Da hab ich aber geschwitzt, echt. Als ich den Boten in die Stadthöhle liefere ruft mich der Mehl…. Äh der Bürgermeister in sein Büro, was aussieht wie das Speisezimmer einer Großfamilie. Er herrscht mich an, dass er gehört habe, dass die Redaktionsleitung des „Aubi“ den amtierenden Bürgermeister mit einem Putsch stürzen wolle! Konkrete Pläne diesbezüglich lies Frau Birnhaag selbst wohl am Abend des Konzertes der „Golden Tucs“ im Efeubusch verlauten.

Ich konnte den Herrn Bürgermeister bei einem Gläschen Punsch aber beruhigen. Es ist schon richtig, dass der Herr Birnhaag überlegt, als Bürgermeister zu kandieren, wenn er selbst denn mal abtreten würde und dass natürlich die Chefin, die ihren Mann immer unterstützt, dann auch hilft und so. Das hat den Herrn Weissfuss auch beruhigt und unter uns, der Punsch in der Stadthöhle hat es in sich, das sag ich Euch.

Der Bühnenzerstörer

Da sitze ich mit einem Zwerg von den Fäusten im Efeubusch und er erzählt mir, dass der Kaufmann Craaco Birkenheim bei einem Fest dieser Zwergengemeinschaft eine Bühne zum Einstutz gebracht. Herr Birkenheim sei eben, wie der Zwerg meinte, sehr massiv für einen Hobbit und er wird auch erzählt, dass Craaco Birkenheim mehr als einer Bühne zum Bruch und Beben gebracht haben soll und nun sei das Bürgermeisterwahlkomittee am überlegen, ob man seine Reden vor Rednerpult auf einer Bühne verbieten soll, um unnötige Gefahren zu verhindern.

Na dann, ich meine, wen interessiert es, ob der auf einer Bühne steht und Sachen redet, die keinen interessieren oder ob er das auf dem Boden tut? Ich bin jetzt schon fast 4 Monate im Auenland und hab den erst einmal von Ferne gesehen. So wichtig kann der nicht sein.

In dem Sinne, liebe Leute, vergesst das Trinkgeld für den Boten, der den Boten bringt, nicht. Und immer dran denken, heute ist nicht alle Tage, ich komme jeden zweiten Samstag, keine Frage.

Aubi Bocksburger für den Auenland Boten

6 Gedanken zu „Aubis Buschtrommel (6)

  1. Interessante Kommentare….. Wenn man so den Boten liest, kommt einem bezüglich dieses Monsterfisches ein ziemlicher Verdacht….
    Und mit Sandigmann hat der Herr Bocksburger völlig recht. Ein derart tratschender Hobbit ist mir vorher noch nie begegnet.

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  2. Monsterfische? Also ich habe mal etwas von „Orkhaien“ gehört. Das sind wahrscheinlich gefräßige Fische mit einem Orkkopf und spitzen Zähnen. Von denen wurde mir in Bree im Pony erzählt. Die Orkhaie soll es weit im Osten gegeben haben. Die lebten da im Sumpf und trüben Tümpeln. Aber die wurden wohl von den Elben ausgerottet, weil Elbenklingen hell aufleuchten, wenn Orks in der Nähe sind, so auch bei Orkhaien. Vielleicht sollte man mal einen Elb an den Rennteich lassen, um zu sehen, ob seine Klinge aufleuchtet. Dann hätte man einen Beweis.

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    1. Hihi Herr Waido. Ja klar. Im Tänzelnden Pony in Bree bekommt man so etwas zu hören! Wenn Ihr dem „Augenzeugen“ noch einen Krug Dittmarscher Dunkel spendiert hättet, hätte er euch bestimmt auch von fliegenden Drachen und „Weltenfressern“ erzählt.

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