Grenzerbericht: Teichsäuberung und Angel-Suche am Rennstrecken-Tümpel! (17.03.2020)

Bei der Grenzerstunde am Dienstag der vorletzten Woche, hatten die ‚Grenzern des Auenlandes‘ eine ganz besondere Aufgabe zu bewältigen. Denn Grenzer jagen mitnichten nur Verbrecher, oder sorgen für den Schutz der Grenzen. Nein, auch für die Sicherheit der Öffentlichkeit vor Seuchen und damit zusammenhängende Teichreinigungen, haben sie Sorge zu tragen. Dieses Mal sollte sich der ‚Michelbinger-Rennstrecken-Teich‘ vorgenommen werden, wobei nebenbei auch noch nach einer verlorengegangenen Angel Ausschau gehalten werden sollte.

Bei meinem nahezu pünktlichen Eintreffen, stiess ich vor dem Grenzersmial – den anberaumten Treffpunkt für die Angelaktion – auf die Fräuleins Geomee und Irmeline, sowie die Grenzerbrüder Kelko und Sundo Breitfusz, die schon für den Ausflug bereit waren und schon auf den Aufbruch in Richtung Teich drängten. Besonders Fräulein Geomee, welcher die verlorene Angel gehört hatte, war schon ganz hibbelig, da sie hoffte, ihre Rute an diesem Abend wiederfinden zu können.

Rasch war die Michelbinger Rennstrecke dann auch erreicht und die Angelhaken ausgeworfen worden, wobei wir zunächst eine der Brücken als Standort ausgewählt hatten. Nun hiess es möglichst viel Unrat und Unkraut, aus dem stehenden Gewässer zu fischen. Zur sofortigen Verwertung der Algen und des Krauts hatte Hauptmann Sundo extra seine kleine Hausziege mitgebracht, die ganz versessen auf diese nassen Köstlichkeiten war.

Wir hatten bis dahin nur eher mässige Erfolge verbucht, als mit Herrn Frarbras Birnhaag noch ein weiterer Besucher eintraf, der allerdings nicht zum Mitangeln gekommen war. Seines Zeichens ja bekanntlich der Vater von Grenzerausbilder, Faroweis Birnhaag, war er erschienen, um seinen Sohn zu entschuldigen, der sich an der Grenze auf Patrouille befand. Kurzerhand wurde Frarbras dann dazu eingeladen, doch zum Zuschauen zu bleiben.

Als Sundo dann sein erstes, gefangenes Unkrautbüschel an seine Zicklein verfütterte, stiess erfreulicherweise auch noch das bockländische Hobbitfräulein Magritta zu unserer ‚Reinigungstruppe‘ hinzu. Ihr hatte der Naturschutz schon immer sehr am Herzen gelegen, so dass sie Feuer und Flamme war, zusammen mit uns ihre Rute auswerfen zu können.

Bis auf Hauptmann Kelko, der sich einen eigenen Angelplatz erwählt hatte, setzten wir anderen darauf, zusammen im Block, quasi als geschlossene Front, unsere Leinen auszuwerfen. Herr Frarbras fiel dabei eine Sonderaufgabe zu, da das nervöse Fräulein Geomee ihn zu ihrem persönlichen ‚Ausguck‘ auserkoren hatte, der speziell nach ihrer blümchenverzierten Angel Ausschau halten sollte, was aber leider auf nichts herauslief.

Was die Säuberung des Gewässers anging, hatten wir langsam mehr Erfolg, da immer mehr Müll und Pflanzen an unseren Haken herausgezogen wurden. Grenzerin Irmeline hatte sogar einen wahren Lauf, als sie nacheinander – kurioserweise – etliche verrostete Dolche an Land zog! Geomee starrte derweil angestrengt auf die Wasseroberfläche, da sie immer noch im Glauben war, ein ‚Monsterfisch‘ hätte damals ihre Angel stibitzt.

Mehrmals wechselten wir dann noch unseren Standort, um mehr als nur eine Stelle säubern und auch weitläufiger nach der verlorenen Angel schauen zu können. Hier hatten auch das Fräulein Magritta und Herr Kelko mehr Glück und konnten mehr Unrat ergattern als zuvor, so dass das Zicklein viel zu Kauen bekam! Nur von Geomees Angel war zunächst weit und breit nichts zu entdecken.

Doch plötzlich schrie das kleine Hobbitfräulein laut auf! Als Sundo und meine Wenigkeit ihr sogleich zur Seite sprangen, gab sie an, dass der Monsterfisch soeben, nun auch ihre zweite Angel mitgerissen hätte! Wir starrten ungläubig auf ihre leeren Hände und Sundo versuchte die zitternde Geomee zu beruhigen. Er versprach, eine Warnung an die Bevölkerung herauszugeben, lehnte Geomees Vorschlag, den ganzen Teich absperren zu lassen, jedoch rigoros ab, da die Existenz des besagten Fischs schliesslich noch keineswegs bewiesen sei.

Fräulein Geomee zeigte sich ob dieser Aussage sehr enttäuscht und warf den Grenzern in ihrer Wut, Gleichgültigkeit und Fahrlässigkeit in dieser Angelegenheit vor. Sundo schlug ihr dann süffisant vor, sie könnte doch selber hier am Teich patroullieren und die Passanten warnen. Dies kam natürlich nicht besonders gut bei Geomee an, wie man sich denken kann!

Dann war die Grenzerstunde aber ohnehin am Ende angelangt und Hauptmann Kelko zog in seinen Schlussworten eine positive Bilanz des Abends. Zwar konnte der Fall der verschollenen Rute nicht gelöst werden, doch war immerhin die Säuberungsaktion ein voller Erfolg geworden. Dem Fräulein Irmeline wurde von Kelko die imaginäre ‚Müllkrone‘ verliehen, da sie den meisten Unrat aus dem Teich gezogen hatte, knapp vor Fräulein Magritta, die auf den zweiten Platz gekommen war. So verabschiedeten sich alle in bester Laune voneinander, bis auf Geomee die immer noch sauer und enttäuscht von den Grenzern war. Vielleicht kann die Angel ja aber noch in den nächsten Tagen oder Wochen wiedergefunden werden… Kopf hoch, liebe Geomee!

Beuno Willowtree für den Auenland Boten

3 Gedanken zu „Grenzerbericht: Teichsäuberung und Angel-Suche am Rennstrecken-Tümpel! (17.03.2020)

  1. Soso….. ein Monsterfisch im Michelbinger Rennstreckenteich. Das kommt mir nicht geheuer vor. Der ist doch viel zu klein und flach für einen richtig großen Fisch.
    Ich fürchte da hat wer der Geomee einen Streich gespielt. Wenn da nochmal geangelt wird komm ich mit und schaue mich um.

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