Leserbrief von Frau Saramee

Mein Name ist Saramee, von der Sippe der Flauschfüßchen. Ich bin die Mutter der jungen Geomee. Als meine Tochter neulich von der Grenzerstunde zurückehrte, war ich schockiert und verärgert zugleich. Folgendes hat sich dort zugetragen.

Die Grenzer Sundo, Kelko und Irmeline waren mit meiner kleinen Tochter, Geomee, während der Grenzerstunde angeln. Grund war, daß ihre Angel zuvor vermutlich von einem gefährlichen Riesenfisch gemopst wurde. Die Tatsächliche Ursache wurde bis heute nicht ermittelt. Man fing diverse Fische, rostige Dolche, Unkraut, einen gruseligen Ring mit leuchtender Inschrift, der sofort wieder im hohen Bogen in den Teich flog, ein Wagenrad und einen Kronenleuchter, bei dem sogar die Kerzen noch gebrannten haben sollen. Letztere Beute, scheint wohl nur die unter Anglern übliche Aufschneiderei zu sein. Plötzlich riß erneut dieses gefährliche, angelrutenstehlende Wesen am Haken von Geomee.

Obwohl Geomee zuvor darum bat, daß man sie festhält sollte ein großer Fisch an ihrer Rute ziehen, half ihr niemand. Sie wurde erneut und im Beisein mehrerer Grenzer ins Wasser gerissen und verlor abermals eine Angelrute. Nachdem sich das Kind ohne Unterstützung alleine aus dem Wasser rettete, zeigten die Grenzer an der Angelegenheit keinerlei Interesse. (für Bockländer Leser: nicht Angel-egenheit, sondern, An-ge-legenheit) Vorschläge von Geomee, Warnschilder aufzustellen oder anderweitig auf die Gefahr aufmerksam zu machen, wurden von den Grenzern ignoriert. Schlimmer noch, ihren Vorschlag den Gefahrenbereich mit Grenzern zu bewachen, um die Gefahr für  Leib und Leben ahnungsloser Hobbits zu bannen, wollten diese „Berufsgrenzer“ auf ein kleines unterjähriges Mädchen abwälzen. Genau jenes Mädchen, das schon zweimal zum Opfer wurde an diesem gefährlichen Ort. Der Gedanke, daß Wegscheider Bewohner beim Waschen ihrer Wäsche gefährdet würden, mißfiel nicht allen Anwesenden. Man sagte Geomee, daß sie selbst die Bewachung übernehmen könne, nicht zu ihren Eltern heimkehren solle und daß man ihr ein Zelt zur Verfügung stellen würde, in dem sie dann alleine im Gefahrenbereich nächtigen kann. Irmeline bot an, zu mir zu reisen und mich zu informieren, daß meine jüngste Tochter nicht nach Hause kommt. Was hätte sie mir gesagt? Daß Geomee nicht heimkehrt, weil man dem jungen Kind die Grenzerarbeit aufgeladen hat, für die man zu bequem ist? Diese Grenzer nehmen nicht nur ihre eigentlichen Aufgabe nicht war, sie sind verantwortungslos und in ihrem Unvermögen sogar gefährlich. Die Grenzer kümmerten sich um das Plumpsklo von Herrn Prallwams. Für tatsächliche Gefahrenabwendung fühlen sie sich jedoch nicht zuständig. Da frage ich mich doch, welchen Zweck diese „Grenzer“ haben, die nur solche Aufgaben erfüllen, die ihnen genehm sind. Die Grenzer, die nicht müde werden, meiner kleinen Faramee wiederholt zu erklären, daß sie NUR eine Ehrengrenzerin ist, und damit ihre Leistungen im Dienst des Auenlandes kleinreden. Diese Grenzer sind eine Schande für alle echten Grenzer.

Ich hatte mit dem Bürgermeister ein langes Gespräch und stimme mit ihm überein, daß solche Personen nicht das Ansehen richtiger Grenzer in den Schmutz ziehen dürfen. Er sicherte mir zu, die betreffenden Personen zu diesem Vorgang zu befragen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, sollten sie sich tatsächlich so zugetragen haben. Er stellte in Aussicht, ihnen den Ehrengrenzer-Titel abzuerkennen. Weiter erklärte mir der Bürgermeister, daß sie von ihm darum keine Unterstützung erhielten, weil ihnen als Ehrengrenzer kein Sold und kein Wachgebäude zustehen. Das überraschte mich dann doch sehr weil diese Aussage mit ihrem Auftreten völlig in Wiederspruch steht. Der Thain in Buckelstadt erklärte mir, daß auch er sie mit keinerlei Befugnissen ausgestattet hat.

Ich möchte sie Bitten ihre Leser vor den Gefahren am Rennstreckenweiher zu warnen und über die selbsternannten Grenzer aufzuklären. Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Saramee

Die Leserbriefe werden so abgedruckt, wie Sie den Auenland Boten erreichen und stellen weder die Meinung der Redaktion dar noch wird der Inhalt von der Reaktion überprüft.

Mairad Birnhaag als Chefredakteurin des Auenland Boten

10 Gedanken zu „Leserbrief von Frau Saramee

  1. Ohwei ohwei! Mama ist aber richtig sauer auf die Südviertelgrenzer. Wenn sie es doch wenigstens etwas netter formuliert hätte. Ohweh ohweh! Das wird bestimmt ein böses Ende nehmen. Was kann man da nur tun?

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    1. Am Besten, Abwarten und Törtchen essen. Ich empfehle die Nougatküchlein vom Smialtörtchen, die machen schon beim Essen gute Laune. Gib einfach deiner Mama und jedem Grenzer eins davon, dann vertragen die sich bestimmt gleich wieder. 🙂

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  2. Nachdem was ich bisher so gelesen habe sollte die gute Saramee erst mal ihre anderen Kinder genauer befragen was es mit dem Fisch auf sich hat statt die wackren Grenzer zu beschuldigen.
    Ich denke mal eine peinliche Befragung unter Androhung einer Törtchendiät dürfte rasch Ergebnisse bringen.

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    1. Sei mal nicht solch ein Grobian! Bestimmt hat Mama dis ganz nett gemeint und sich vielleicht bei der einen oder anderen Wortwahl vertan. Ja, so muß es wohl sein!

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  3. Wenn weder der Bürgermeister noch der Thain wissen was wir machen, uns jede Legitimität abspricht, dann ist das wohl so.
    Ich werde mich anderen Dingen als der Grenzertätigkeit widmen.
    Die Sprechstunde findet nicht mehr statt.
    Die Breitfuszens werden noch da sein, gleicher Tag, gleiche Uhrzeit.
    Aber keine Grenzer mehr.

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    1. Zum Glück liegt es nicht an dem eines Grenzers unwürdigen Verhalten, welches die Truppe an den Tag legt. Sind natürlich die Anderen schuld, weil sie euch nicht befördert haben. Das passt ins Bild.

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      1. OOC-Kommentar der Chefredakteurin: Saramee, einen Plott mit einem Monsterfisch zu planen, meinetwegen. Aber in dieser Geschichte Leuten ihr Rollenspiel kaputt zu machen und das, obwohl sie ihr RP schon jahrelang und in einer Siedlung betreiben, so dass man nicht versehentlich da rein geraten kann, ist mit Verlaub gesagt Scheiße. Außerdem gehört man nicht automatisch aufgrund eines – für RP – irrelevanten InGame-Titels auch dieser Gemeinschaft an und hat somit auch nicht das Recht dieser RP-Gruppe seine Version aufzuzwingen. Es geht beim RP um den gemeinsamen Spaß und nicht darum, wer gewinnt. Du solltest das mit den Grenzern geradestellen, aber statt Einsicht giesst Du Öl ins Feuer.

        Ich schließe jetzt hier die Kommentare und erwarte einen Leserbrief mit einer Entschuldigung.

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