Grenzerbericht: Auflösung im ‚Kuhschubserfall‘ und Entführung in Stock! (05.05.2020)

Vergangenen Dienstag, trafen sich die ‚Grenzer des Auenlandes‘, einmal mehr zu einer ihrer Sprechstunden, welche stets allen Bürgern, mit Problemen, Anzeigen, oder Fragen, offenstehen. Ab der achten Abendstunde, standen die Beamten vor dem ‚Grenzersmial‘ im beschaulichen Weiler ‚Fuchskleve‘ bereit, um jedem ein offenes Ohr zu leihen.

Ich freute mich, bei meinem frühen Eintreffen am ‚Grenzersmial‘, bereits auf vier Besucher – beziehungsweise ‚Gastgeber‘ – zu treffen. Die Grenzer, Sundo, Kelko und Irmeline und der Zivilist, Herr Willobrand, wurden von mir aufs Herzlichste begrüsst und auch ich wurde von ihnen gleichermassen freundlich Willkommen geheissen. Sundo hatte Neuigkeiten im Fall der umgeschubsten Kühe auf Bauer Maggots Hof zu verkünden, über den wir hier in der letzten Woche berichtet hatten. Sundo und sein Bruder Kelko, waren nach unserem letztwöchigen Besuch auf des Bauern Gehöft, anschliessend noch vor Ort verblieben, um weiter zu ermitteln. Dabei waren sie dem Grund des mysteriösen Dahinsinken der Kühe auf die Spur gekommen und konnten nun ausschliessen, das Jugendliche aus Stock, oder dem Bockland, dafür verantwortlich waren.

Sundo: ‚Ich hab, glaube ich, das Geheimnis der umgefallenen Kühe gelüftet.‘

Willobrand: ‚Stöcker oder Bockländer?‘

Sundo: ‚Weder noch… Und es tut mir fast schon leid, dass ich die Bockländer da verdächtigt habe. Wollen wir erstmal reingehen? Dann kann ich das erzählen.‘

So begaben wir uns in das Innere des Grenzersmial, wo es schon sehr lecker nach Eintopf roch, Sundo uns jedoch erstmal zum dort stehenden Bierfass führte, um etwas zu verdeutlichen.

Sundo: ‚Also, hier kann ich das gut erklären. Der Maggot hat große Fässer Bier und unter dem Zapfhahn hat er eine Dröppelschale.‘

Irmeline: ‚Das heißt, die Kühe betranken sich?‘

Sundo: ‚Nun ist es so, dass Kühe ja nicht sonderlich klug, aber weiss Gott nicht dumm sind. Und sie haben rausbekommen, dass das Zeug schmeckt und haben den Hahn weiter aufgedrückt! Und nun fehlt dem Maggot Bier, er hat einen undichten Zapfhahn und Kühe, die um sein nun leeres Fass herumschleichen. Die waren immer gut gelaunt. Aber die haben damit immer bis zum Abend gewartet, weil dann der Maggot reingeht, um abend zu essen.‘

Beuno: ‚Und morgens lagen sie dann flach!‘

Irmeline: ‚Aber das klingt auf jeden Fall nach einer vernünftigen Erklärung.‘

Sundo: ‚Deswegen, Beuno, ich entschuldige mich, dass ich immer so lauthals die bockländer Jugend an den Pranger gestellt habe.‘

Natürlich nahm ich die Entschuldigung sofort an, sodass der Fall damit ins Archiv wandern konnte und wir uns zufrieden Kelkos leckerem Eintopf, dessen Hauptzutat dieses Mal aus köstlichen Champignons bestand – die aus der eigenen Zucht der Grenzer stammten -, zuwenden konnten. Pünktlich zum Essen erschien dann noch das Elbenfräulein Brevorvien, von der mit den Grenzern verbündeten Elbengemeinschaft ‚Ilfirin Gwaith‘ und wurde natürlich sogleich zum Mitspeisen eingeladen. Kaum hatten wir die ersten drei Schüsseln heruntergeschlungen, als der sichtlich aufgeregte Grenzerausbilder, Faroweis Birnhaag, zu unserer Gruppe hinzustiess.

Faroweis: ‚Ich habe Meldungen zu machen! Ich bin von meiner Patrouille hierher geeilt, es war bei Stock. Ich ging so meiner Wege, wie immer und gehe so in den ‚Goldenen Barsch‘, um lecker zu essen. Alles wie immer halt. Und dann hör ich auf einmal von draußen lautes Gezeter und Geschrei. Ja, sogar Geprügel! Da war so ein langer Glatzkopf, ich glaube er hatte nur ein Auge und eine Augenklappe, er schrie nur ganz laut…’dich übergebe ich dem Boss‘ und dann lachte er diabolisch. Und dann hat er einem Hobbit einen Sack über den Kopf gezogen!‘

Kelko: ‚Es kann Aardwulf gewesen sein, aber es gibt meherer Einäugige bei den Menschen.‘

Irmeline: ‚Eine Entführung aus dem Barsch!?‘

Faroweis: ‚Ich ging natürlich sofort los und habe meinen Knüppel gezogen und einen Befreiungsversuch gestartet. Doch dann kam ein Komplize von hinten und dann..naja, dann waren auf einmal alle weg und mein Knüppel lag auf dem Boden. Ich wurde wohl bös erwischt.‘

Irmeline: ‚Hat jemand gesehen, wo die beiden hin sind?‘

Faroweis: ‚Das Letzte, was ich mitbekommen habe war, dass sie richtung Bockland gezogen sind.‘

Sundo: ‚Naja, wenn’s der Aard ist, der hat sich wohl nicht weiter ins Ländle getraut. Aber dass er überhaupt rein kam, ist schon ein starkes Stück!‘

Faroweis: ‚Wir müssen ins Bockland und den Fall untersuchen, wer der Entführte war und so!‘

Wir alle pflichteten Faroweis natürlich bei, doch ging uns seine Gesundheit erstmal vor und wir untersuchten den Schädel des Grenzerausbilders ausgiebig. Zum Glück hatte seine Grenzerkappe die grösste Wucht des Schlags aufgefangen, sodass nur eine leichte Beule festzustellen war. Selbige schien ihn nicht sehr zu beeinträchtigen, da er sogar auf das Auftragen von ‚Bogüfett‘ verzichtete. Hernach wurde noch etwas spekuliert und dann beschlossen, nichts zu übereilen und erstmal einen Steckbrief zu veröffentlichen. Intensiv würde dann in der nächsten Woche ermittelt, wenn weitere Hinweise vorliegen würden. Die Grenzer rufen deshalb alle Leser auf, sich direkt an die Grenzer zu wenden, falls den unten abgebildeten Kriminellen gesehen haben. Vielen Dank!

Beuno Willowtree für den Auenland Boten

4 Gedanken zu „Grenzerbericht: Auflösung im ‚Kuhschubserfall‘ und Entführung in Stock! (05.05.2020)

  1. Ungeheuerliche Zustände!
    Also wenn ich den Kerl sehe werde ich ihn mir packen und direkt an der nächsten Grenzerstation abliefern. Muss doch mal mein Landbüttelabzeichen aus der Truhe heraussuchen….

    Liken

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