Grenzerbericht: Ermittlungstechnische Exkursion an den Brandywein! (28.02.2020)

‚Pünktlich, wie die Grenzer!‘, das ist nicht nur ein beliebtes Sprichwort, sondern auch die pure Wahrheit, jedenfalls was die ‚Grenzer des Auenlandes‘ angeht. So fanden sie sich auch am letzten Dienstag, Schlag acht am Abend, wieder am Grenzersmial, im Weiler ‚Fuchskleve‘ ein, um von dort aus, einen dienstlichen Ausflug gen Stock zu starten.

Da bekanntlich nicht alle immer pünktlich zu Beginn der Grenzerstunde eintreffen, beschlossen wir bereits anwesenden Besucher – die Grenzer, Sundo, Kelko, Irmeline und Hanglo, sowie Elbenherr Ahilleth und meine Wenigkeit, Beuno Willowtree -, noch etwas auf eventuelle weitere Teilnehmer, die bei der Exkursion zum Brandywein mitmachen wollten, zu warten.

Als dann noch das Elbenfräulein Nayel und Hobbitherr Willobrand zu uns hinzugestossen waren, gab Hauptmann Sundo den Befehl, die Reittiere zu besteigen und den Weg gen Stock einzuschlagen, wo die Ermittlungen gegen die sogenannte ‚Kuhschubserbande‘, die seit einiger Zeit angeblich besonders den Hof des bekannten Bauern Maggot heimsucht, aufgenommen werden sollten.

Kurz nach dem Aufbruch trafen wir  hinter der Siedlungsbrücke noch auf Zwergenherrn Kirgon, der sich leicht verspätet auf dem Weg zur Grenzerstunde befand und kurzerhand von uns ‚aufgesammelt‘ wurde. So hatten wir eine schlagfertige Truppe beisammen, sodass wir nun noch frohgemuter weiterritten.

Am Mietstall zu Stock sammelten wir uns dann wieder, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Dort trafen dann auch noch Herr Torbol Prallwams und Grenzerausbilder, Faroweis Birnhaag, ein und liess unsere eh schon beachtliche Gruppe, noch mehr anwachsen. Je mehr Augen, desto besser, weswegen Torbol und Faroweis, von uns allen auch sehr herzlich willkommengeheissen wurden.

Sundo: ‚Wir werden uns mal den Brandywein entlang begeben und nach Stellen ausschauhalten an denen diese Jungen rübergekommen sein könnten. Also, haltet die Augen offen und ich erzähle euch nebenbei Geschichten über diese Gegend.‘

Wir liessen die Pferde am Stall zurück und machten uns kurzerhand querfeldein auf den Weg zum Brandyweinufer.

Während wir dort nach Fussspuren etwaiger Halbstarker Ausschau hielten, erzählte uns Sundo einige interessante Fakten über das gegenüberliegende Bockland.

Sundo: ‚Etwas zum Bockland muss gesagt werden. Die Bockländer meinen, sie sind Teil des Auenlandes, aber… Sie versuchen die Abgabe für Gasthäuser zu umgehen! Oder wo ist euer betriebenes Gasthaus, Beuno?‘

Beuno: ‚Wir haben nur ein Schank-Zelt.‘

Sundo: ‚Genau, das Schankzelt, damit wollt ihr den Gesetzestext aushebeln. Und das ist einer der Gründe, weswegen man zwischen Bockland und Auenland unterscheiden muss. Und nun noch etwas… schaut mal da rüber. Da ist das Schankzelt…. und es ist nicht weit hier herüber, zumindest für geübte Schwimmer… wie Bockländer.‘

Einige schlecht unzuordnenbare Spuren führten uns schliesslich zur Bockenburger Fähre, wo uns Sundo weitere erstaunliche Fakten unterbreitete.

Sundo: ‚Schaut euch an, wie das Ufer hier am Fährableger abfällt, wie tief es hier gleich wird. Und das Wasser ist glasklar. Man sieht nur kurz vor dem Braunflutfest bis auf den Grund. Es braucht Monate bis sich das alles wieder gelegt hat was die Bockländer da rauspusten!‘

Ich schwieg zu diesen Aussagen, die ja auch wirklich teilweise der Wahrheit entsprachen und sah mich, wie die anderen auch, nach Anzeichen der Anwesenheit von unterjährigen Hobbits um.

Sundo: ‚Schaut hier auch genau nach Spuren!‘

Sundo: ‚Da drüben ist der Ausläufer des ‚Langen Haags‘ – ein wunderbares Gewächs, das muss man euch lassen, Beuno. Kannst du uns was über den ‚Haag‘ erzählen?‘

Beuno: ‚Ja, für die Pflege des Haag waren alle Bockländer gemeinsam zuständig. Heutzutage machen das die Gärtner aus Haagsend alleine, die haben sich spezialisiert. Die Hecke entstand aus irgendwelchen Gewächsen aus dem Alten Wald.‘

Kirgon: ‚Ohne diese Hecke wäre ja auch das ganze Ungeziefer aus dem Alten Wald im Bockland unterwegs!‘

Beuno: ‚Darum geben alle Bockländer gerne Spenden…,oder guten Dünger für die Hecke.‘

Sundo: ‚Leider haben wir auch hier noch keine Spuren gefunden. Dann sollten wir mal beim Maggot nachsehen.‘

Gesagt, getan! Rasch hatten wir den Hof des Grossbauern erreicht und baten ihn um die Erlaubnis, uns auf seinem Grund und Boden, umsehen zu dürfen. Er erteilte uns nur allzugerne seinen Segen, da er mittlerweile schon sehr unter den zahlreichen Kapriolen der unterjährigen Unruhestifter zu leiden hatte. Nur beim Begriff ‚Kuhschubser‘ hob er kurz irritiert eine Augenbraue, liess uns dann aber passieren.

Nach mehrminütiger Suche, wurde uns allmählich klar, warum der alte Landwirt kurz zuvor so seltsam dreingeschaut hatte: Es gab garkeine Kühe auf Maggots Hof! Lediglich einige Schafe waren uns aufgefallen. So stellte sich uns die Frage, ob wir vielleicht doch einer Fehlinformation aufgesessen waren?

Sundo: ‚Muss ich etwa meine Vermutung revidieren?‘

Kirgon: ‚Also, hier gibts keine Kühe!‘

Kelko: ‚Da hat wohl jemand nur ein Gerücht verbreitet.‘

Falls die ‚Zwiens‘ keine Schafe umgeschubst hatte, waren wir wohl auf dem Holzweg gestrandet, wie wir kleinlaut zugeben mussten. Auch ein zufällig vorbeikommender Elben- und ein Hobbitherr, konnten uns in der Sache nicht mehr weiterhelfen. So beschlossen wir, es für dieses Mal gut sein zu lassen und Hauptmann Kelko sprach das Schlusswort für diese Grenzerexkursion. Zwar hatte der Fall nicht aufgeklärt werden können, doch war der Ausflug durchaus als lehrreich und kurzweilig zu bezeichnen gewesen. Vielen Dank, an die Grenzer und alle Teilnehmer, für diesen schönen Abend!

Beuno Willowtree für den Auenland Boten

3 Gedanken zu „Grenzerbericht: Ermittlungstechnische Exkursion an den Brandywein! (28.02.2020)

  1. Habe übrigens genau gesehen, dass so mancher mitgereister Hobbit beim Spurensuchen auch Pilze gesammelt hat… hehe

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