Wichtige Gebäude Mittelerdes (8) – Der Drei-Viertel-Stein

Die Betrachtung dieses schlichten, aber gleichwohl wichtigen Denkmals, das aus einem Stein besteht und damit auch eingehend beschrieben ist, gibt uns Gelegenheit, den Aufbau des Auenlandes zu studieren.

Der Drei-Viertel-Stein ist ein Grenzstein am südlichen Rand der Oststraße. Er markiert den Punkt, an dem das Ostviertel, das Westviertel und das Südviertel eine gemeinsame Grenze bilden. Er steht mehr oder weniger im Zentrums Auenlandes.

Der Stein steht ungefähr 5 Meilen südöstlich von Wasserau und 14 Meilen westlich von Froschmoorstetten.

Schauen wir also auf das Auenland, dieses kleine abgeschiedene Gebiet im Nordwesten Mittelerdes.

Das Auenland ist ein leicht bewaldetes Hügelgebiet in Eriador, im Nordwesten von Mittelerde, das sich vom Fluss Baranduin, ja ich weiß, Ihr Hobbits sagt Brandywein, im Osten etwa vierzig Wegstunden nach Westen bis zu den Fernen Höhen erstreckt.

Dies ergibt eine Ausdehnung von 124 Meilen (200 Kilometer) in West-Ost-Richtung und ungefähr 155 Meilen (250 Kilometer) von Norden bis in den Süden. Dies entspricht, wenn man das Bockland mitrechnet, das man nur teilweise zum Auenland zählt, Ihr Hobbits tut es nicht, jeder andere schon, etwa 4,75 Millionen Hektar (47500 qkm, was in etwa der Schweiz entspricht).

Geschätzt leben hier etwa 83.000 Hobbits der drei verschiedenen Stämme, Falbhäute, Haarfüße und Starren. Die Haarfüße sind dabei der größte der Stämme. Da es ein Meldewesen wie in Städten üblich, nicht gibt, ohnehin gibt es kaum Verwaltung und keine Justiz aber dafür Grenzer und Büttel, kann die genaue Einwohnerzahl des Auenlandes nicht ermittelt werden.

Das erscheint Euch groß, aber das ist es nicht. Allein Gondor umfasst die geschätzt 20-fache Größe des Auenlandes, Rohan kann ich nicht schätzen, so weitläufig ist es.

Zweifellos ist Michelbinge der wichtigste Ort im Auenland. Es liegt in den weißen Höhen des Westviertels und dort befindet sich auch die Stadthöhle mit dem Sitz des Bürgermeisters. Wie mir meine Freundin Mairad gesagt hat, ist es wohl eher der Bankett-Tisch des Bürgermeisters.

Das Nordviertel ist für seinen Wildreichtum und sein Bier bekannt, während im Südviertel das beste Pfeifenkraut wächst. Das Ostviertel ist ideal zum Pilze suchen, was Hobbits wohl sehr gern und ausgiebig machen.

In den Augen der Hobbits, anders als in den Augen aller anderen Bewohner Mittelerdes, gehört das Bockland nicht zum Auenland, ich sehe das aber anders. Das Bockland ist ein schmaler Landstrich an der Ostgrenze des Auenlandes, eingegrenzt durch den Baranduin und den Alten Wald, gegen welchen die Bockländer eine hohe Hecke angepflanzt haben, die sie „Hoher Haag“ nennen. Diese hat eine Länge von etwa 18 Meilen (30 km).

Das Auenland hat keine großen Städte, sondern vielmehr viele kleine Siedlungen wie Michelbinge, Hobbingen, Wasserau, Froschmoorstetten, Dachsbauten, Oberbühl und viele weitere mehr.

Es zeichnet sich durch fruchtbare Böden und ein mildes Klima aus. Und es ist in einer Welt voller Unruhe ein Ruhepol, der von allen anderen Problemen und Fährnissen unbehelligt zu sein scheint.

Die Große Oststraße verläuft mitten durch das Auenland, von den Ered Luin bis ins Breeland und weiter. Deswegen sind im Auenland auch häufiger durchreisende Zwerge anzutreffen, die Handel mit allen freien Völkern Mittelerdes treiben.

Der einträglichste Zweig des Handels für das Auenland ist der mit Pfeifenkraut aber auch mit Lebensmitteln jeglicher Art. Die Hobbits sind berühmt für Ihre Esskultur. Auch das Gastronomie-Gewerbe ist ausgeprägt, keine Siedlung ohne Gasthaus vom „Adler und Kind“ in Michelbinge bis zum „Pflug und Sterne“ in Dachsbauten oder dem „Goldenen Barsch“ in Stock.

Insgesamt ist das Auenland ständisch-agrarisch geprägt. Vornehme Familien leben vom ererbten Vermögen und Grundbesitz und betrachten körperliche Arbeit als etwas niederes oder gar verpöntes, während einfache Hobbits, sofern nicht Knechte oder Dienstleute, Landwirtschaft betreiben oder Handwerksbetriebe oder Gaststätten.

Ich fühle mich als Gast im Auenland sehr wohl, auch wenn ich sagen muss, dass man eine gewisse Fremdenfeindlichkeit aller Orten spüren kann, auch wenn diese unter einer großen Schicht typisch hobbitlicher Höflichkeit verborgen ist.

Idda Goldkerze für den Auenland Boten

3 Gedanken zu „Wichtige Gebäude Mittelerdes (8) – Der Drei-Viertel-Stein

  1. Grossartiger Artikel,liebe Idda! Da stehen einige Fakten drin, die selbst einigen Hobbits noch neu sein dürften! Toll geschrieben! 😀

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  2. Na ich kann noch aus eigener Erfahrung ergänzen, dass Hobbits alten Kram lieben! Sie nennen sie Mathoms und verschenken Sie bei allen möglichen Anlässen immer weiter. Zudem lieben Sie es Briefe zu schreiben, daher gibt es ein ausgedehntes Postwesen. In Michelbinge ist auch das zentrale Postamt das man sich ansehen sollte.
    Mathoms die dann doch keiner mehr will werfen die Hobbits übrigens nicht weg, sondern sie landen im Mathomhaus in Michelbinge. Eine Art Museum wo man seltsamste Dinge finden kann, wie z.B. angebliche Tanzschuhe. Und das wo Hobbits eigentlich nie Schuhe tragen…

    Was Essen, Gastfreundlichkeit und Pfeifenkraut angeht kann ich Frau Goldkerze nur beipflichten. Als Zwerg habe ich jedenfalls auch noch nie unterschwellige Abneigung mitbekommen, aber vielleicht liegt es daran, dass wir häufig durchs Auenland reisen und die Hobbits nicht so sehr in der Höhe überragen.

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