Grenzerbericht: Normale Grenzerstunde nach mehrwöchigen Verhörungen (16.06.20)

Am zweiten Tag der Woche, dem letzten Dienstag, trafen sich die ‚Grenzer des Auenlandes‘, wie gewohnt, wieder in ihrem Hauptquartier in ‚Fuchskleve‘, um die Ereignisse der vorangegangenen Wochen zu besprechen und wieder hilfesuchenden Mitbürgern, zur Seite zu stehen. Ab der achten Abendstunde, standen allen Besuchern und Anliegern, die Tore des ‚Grenzersmial‘ weit geöffnet.

Zur Überraschung nicht weniger Grenzerstundenbesucher, hatten die Hauptmänner, Kelko und Sundo Breitfusz, das Treffen der letzten Woche, wieder in Fuchskleve anberaumt, obwohl die meisten angenommen hatten, dass die Befragung des inhaftierten Gauners Aardwulf, in Dachsbauten fortgesetzt werden würde. Die Beamten, Sundo, Kelko und Irmeline, zusammen mit ihrer Kollegin, Tulpeline Schweinepfote, beruhigten die aufgebrachten Gemüter erstmal, indem sie die anwesenden Zivilisten herzlich begrüssten und mit Bohneneintopf verköstigten. Huugo, Bango und meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, hatten natürlich viele Fragen und merkten, dass die Beamten uns etwas vorenthielten, doch diese wollten mit ihrer Erklärung noch etwas abwarten, da sie noch weitere Gäste erwarteten. Als dann noch Herr Torbol Prallwams und Zwergenmatriarchin, Fräulein Stepfusija, zu uns gestossen waren, liess Kelko uns vor dem Kamin Aufstellung nehmen und übergab Fräulein Tulpeline das Wort.



Kelko: ‚Tulpi, erzählst du über unser Abenteuer?‘

Torbol: ‚Der Aardwulf-Stockfisch-Fall?‘

Tulpeline: ‚Ich sag’s einfach direkt heraus: Wir Grenzer haben Aardwulf bei Nacht und Nebel an die Grenze des Auenlandes gebracht und ihn freigelassen.‘

Beuno: ‚Waaas??‘

Bango: ‚Also mal wieder keine ‚Konsekwenzen‘ für ihn, feini.‘

Tulpeline: ‚Wir haben ihn über die Brandyweinbrücke gebracht und ihn im Breeland freigelassen. Haben ihm auch seine Brosche gegeben.‘

Bango: ‚Oh, wie schön. Das wird den nächsten Hobbit freuen den er verhaut. Er kommt jedes Mal wegen irgendwas, bekommts, und wird dann zur Brücke gebracht?‘

Kelko: ‚Jetzt hat er die Brosche und wird nicht mehr kommen.‘

Beuno: ‚Und ich habe extra Stepfusija eingeladen, damit sie den Aard pfannigt!‘

Tulpeline: ‚Wenn er nochmal kommt, dann kannst du beim Bürgermeister eine offizielle Beschwerde gegen uns einlegen, Bango.‘

Beuno: ‚Und wo ist Grenzer Faroweis heute..habt ihr den auch freigelassen?‘

Sundo gab an, dass Faroweis als Grenzer schon vorab eingeweiht worden war und sich heftig gegen die Freilassung ausgesprochen hatte. Aus Protest sei er der heutigen Grenzerstunde ferngeblieben und würde eventuell auch noch weitere Treffen boykottieren. Sundo und Kelko bedauerten das sehr, doch hätten nunmal nach besten Wissen und Gewissen, entschieden, was auch der Grenzerausbilder zu akzeptieren hatte. So war das neue Kapitel, Aardwulf betreffend, voerst abgeschlossen und man konnte sich wieder anderen problemen zuwenden. Allerdings hatte die folgende Diskussion indirekt doch auch wieder mit dem Eindringen des auenlandverbannten Delinquenten zu tun.



Torbol: ‚Und was haben wir daraus gelernt? Wir brauchen dringend eine Mauer!‘

Tulpeline: ‚Dann müssen wir den Tronald Dump wählen.‘

Sundo: ‚Ich bin auch immer mehr für diese Mauer… und das obwohl ich eh schon von Anfang an dafür war.‘

Torbol: ‚Edle Frau Fürstin, was würde so eine von Zwergenmaurern gebaute Mauer ungefähr kosten? Mit obendrauf so Eisenstacheln und alle hundert Schritte ein Wachturm mit so ’ner Ballisten-Riesenarmbrust?‘

Stepfusija: ‚Das kommt auf die Länge der Mauer an… wie viele Wachturme man dazu bauen will und Grenztore.‘



Sundo: ‚Also Feldsteine würden doch reichen? Und halt von Nord nach Süd …‘
.
Bango: ‚Aber die Feldsteine brauchen wir auf den Feldern!‘

Beuno: ‚Eine Mauer ist doch Quatsch! Am Brandywein passen doch die Bockländer auf!‘

Stepfusija: ‚Genau..und was ist, wenn ihr die Bockländer und ihre Hecke als Vorbild nehmt? Anstelle einer Mauer.‘

Torbol: ‚Durch ne Hecke kommt man aber doch durch, oder?‘

Sundo: ‚Frau Fürstin, Beuno hat erzählt dass die Pflanze die den Haag bildet, nicht verpflanzt oder nachgezogen werden kann. Das ist also keine Option.‘

Irmeline: ‚Ersteinmal sollte man einen zweiten Haag um das Bockland bauen, damit die da nicht raus können!‘

Beuno: ‚Frechheit!‘



So wurden noch weitere Vorschläge – sinnige, wie unsinnige – genannt und diskutiert, die verschiedene Grenzbefestigungen umfassten, doch so recht mochte keine der Ideen für das Auenland passen, sodass sämtliche Eingaben quasi gleich wieder verworfen wurden. Am Ende wurde dann noch die Bildung einer ‚Bürgerwehr‘ in die Runde geworfen, welche die Grenzer unterstützen sollten, doch auch dieser Vorschlag wurde schnell wieder – besonders von den Grenzern – abgeschmettert und als zu gefährlich bezeichnet. Vorherige Experimente mit solchen Hilfstruppen seien kläglich gescheitert und hatten sich als uneffektiv erwiesen, ja, seien sogar teilweise aus dem Ruder gelaufen, wie Tulpeline anmerkte. So vertagte man dies Thema ersteinmal wieder und wollte sich wie bisher, auf die tüchtigen Grenzbeamten verlassen, welche die Lage ja auch ziemlich gut unter Kontrolle hatten, wie alle freimütig zugaben. So endete die Grenzerstunde auf eine versöhnliche Note und man hoffte, dass auch Herr Faroweis, beim nächsten Mal wieder mit von der Partie sein würde. Man darf gespannt sein.

Beuno Willowtree für den Auenland Boten

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