Frag Oma Tagetes

Frag Oma

Also heute hat mich mal ein wichtiger Brief erreicht, auch wenn ich schon höre wie Ihr sagt, „Was soll daran wichtig sein“ Nun, das werde ich Euch dann erklären, wenn Ihr den Brief gelesen habt.

Guten Tag Frau Tagetes,
Ich suche Euren Rat, weil ich nicht weiß, wie ich mich verhalten soll. Also mein Nachbar war immer ein wenig lästig und vorlaut aber ansonsten ganz in Ordnung, Ja, er hat sich ständig selbst zu Essen eingeladen bei uns aber was soll man da sagen, wenn er doch selbst arm dran ist und sich nicht mal 5 gescheite Mahlzeiten am Tag leisten kann.
Und nun hat er geerbt von einem Onkel in so einem Ort hinter Bree, Schluchtel oder so und er hat nun Gold. Und zwar reichlich. Ich habe mich je echt für ihn gefreut aber nun entpuppt er sich als richtiges Ekel. Er ist großspurig und tut so als sei ich ein Landstreicher und mein Smial sei nicht besser als ein Wagen in Wegscheid. Dabei habe ich ein gut laufenden Gemischtwarenhandel und habe sogar im letzten Jahr eine Niederlassung in Stock aufgemacht.
Ich weiß nicht so recht, wie ich mit dem umgehen soll, Frau Tagetes. Soll ich es ihm mit gleicher Münze heimzahlen und überall erzählen, was er für ein armer Schlucker war oder soll ich ihn ignorieren? Soll ich ihm Hausverbot in meinem Laden erteilen?
Vielleicht könnt Ihr mir einen Rat geben.
Es grüßt
B.A. aus D.

Das Original drucke ich diesmal nicht ab, da stehen ja Namen drin.

Also lieber fürsorglicher Nachbar

Dein Brief geht mir sehr nahe und macht mich wütend. Aber der Reihe nach sonst komme ich durcheinander.

Ich finde es sehr gut, dass Du echte Hobbbittugenden gezeigt hast, als Du Deinen Nachbarn, der es nicht so gut getroffen hatte, mit durchgefüttert hat. Ja Mildtätigkeit ist wichtig und eine Tugend, die immer mehr in Vergessenheit gerät, BRAVO.

Und wie der sich heute verhält, das macht mich sauer, oh ja.

Und meine Oma sagte schon immer, „Wie man mit anderen umgeht, wenn es einem gut geht, zeigt den Charakter.“

Dein Charakter ist ein guter, mein Lieber, Du hast Dich mustergültig hobbtilich verhalten. Denn als es Dir besser ging als Deinem Nachbarn, hast Du ihn nicht vor der Smialtür stehen und hungern lassen, Du hast ihn hereingebeten und mit durchgefüttert. Das ist vorbildlich.

Und nun kommen wir mal zu Herrn „Neureich“. Er tritt die Hobittlichkeit mit seinen Füßen. Er ist weder höflich noch freundlich noch ehrlich oder großzügig. Stattdessen führt er sich anscheinend auf wie Lobelia, die dumme …… lassen wir das!
Was also tun? Mit gleicher Münze heimzahlen?

Nein, weil dann ist man nicht besser als Herr Neureich. Und nicht hobbitlich!
Aber auch sich alles gefallen zu lassen, halte ich nicht für hobbitlich.
Ihn überall schlecht zu machen ist so lobelialig, das macht die ständig, wenn die einen nicht leiden kann. Und das gefällt mir gar nicht.

Also ist es das Beste, höflich aber bestimmt, demjenigen, der sich falsch benimmt, das auch zu sagen und den ansonsten zu meiden.

Munkeln ist zwar durchaus hobbitlich, über jemanden herziehen aber nicht.
Wenn Dir an Freundschaft zu Herrn Neureich gelegen sein sollte, immerhin seid ihr Nachbarn, dann rede mit ihm. Das würde ich aber unter vier Augen und Ohren tun. Am besten bei einer Tasse Tee und ein paar Keksen.

Wenn nicht, dann ignoriere den einfach.
Jedenfalls lass Dir keine grauen Fusshaare deswegen wachsen.

Wer sich so benimmt, hat Freundschaft nicht verdient.

Lass Dich also nicht verunsichern und lass ihn reden. Es ist wichtig, selbst zu wissen, dass man das richtige für. Dumme Hobbits, die besser sein wollen als sie sind, wird es immer geben. Siehe Sandigmann.
Den hobbitischen Tugenden zu folgen, diese zu leben, das ist wichtig. Was Herr Neureich von Dir hält ist egal. Weil Herr Neureich dumm und unwichtig ist.

Komm einfach Mal bei mir vorbei, dann trinken wir einen Tee, Schokoladenkuchen hab ich auch noch da.

Eure Oma Tagetes

Tagetes Flinkfuss für den Auenland Boten

2 Gedanken zu „Frag Oma Tagetes

  1. Da kann ich Beuno nur zustimmen, ein sehr guter Rat!
    Auch wenn ich eine Lange bin, aber bei denen gibt es genausolche Leute und denen würde ich deinen Rat weitergeben, liebe Oma Tagetes.

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