Grenzerbericht: Nachbesprechung zum ›Baumfall-Fall‹ und Einstimmung auf St.Martinoc!

Vorletzten Dienstag fand man sich wie üblich, am Grenzersmial in Fuchskleve zusammen, um die öffentliche Sprechstunde der ›Grenzer des Auenlands‹ abzuhalten. Dazu öffnete Grenzerhauptmann Kelko Breitfusz, wie immer zur achten Abendstunde, die Smialtür der Amtsstube.

Zunächst traf man sich jedoch bei bestem Wetter, im Garten des Grenzersmial, wo die Grenzer, Irmeline, Sundo und Kelko, uns Stammgäste, Bango Gerstfeld und meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, begrüssen konnten. Fräulein Irmeline hatte mich vorab bereits mit einem ihrer seltenen Komplimente überrascht.

Irmeline: »Seit wann bist Du immer so früh hier, Beuno?«
Beuno: »Ich bin von der Presse! Wir müssen zeitig vor Ort sein.«
Irmeline: »Ach, gut dass du es sagst. Danke für die immer großartigsten Grenzerartikel, wollte ich mal sagen.«

Ich stand noch immer unter leichtem Schock, ob dieser Nettigkeit, der Grenzerseniorin, als Sundo auch schon die nächste ›Bombe‹ platzen liess.

Sundo: »Ich hab mich auf morgen – den Sankt-Martinoc-Umzug – vorbereitet… Es wird euch nicht gefallen.«
Kelko: »Warum wird es uns nicht gefallen?«
Irmeline: »Fällt es etwa aus?«
Bango: »Aber, das geht nich.«
Sundo: »Ich habe einen Brief bekommen…. Es ist eine eidesstattliche Aussage zum Stammbaum einer Person. Diese Aussage gibt an, dass jemand bestimmtes Martinoc als direkten Vorfahren in seiner Ahnenreihe hat.«
Irmeline: »Ja, wer denn? Bango?«
Sundo: »Nein, jemand, der sich damit wohl Stimmen für seine Wahl verspricht.«
Irmeline: »Oha, der Tronald Dump?«
Bango: »Skandal!«
Sundo: »Und ich habe eine richterliche Anweisung, dass ich das erwähnen muss!«
Kelko: »Wenn das von Dump kommt, ist der Stammbaum bestimmt gefälscht.«
Sundo: »Ein Richter aus dem Breeland hat das angeordnet. Und da die Führung morgen in Bree stattfindet, muss ich mich dran halten. Ansonsten ändert sich nix, ich werde nur darauf hinweisen müssen.«

Diese Neuigkeit mussten wir alle erstmal verdauen, da es für uns natürlich einen Schatten auf diesen traditionellen Umzug warf. Niemand konnte sich vorstellen, dass diese beiden so unterschiedlichen Personen – der gütige und hilfsbereite Martinoc und der unausstehliche Tronald Dump –, wirklich verwandt sein sollten. Sundo lud uns dann ins Innere des Grenzersmial ein, wo Eintopf und ein beruhigender Kräuter-Aufguss, auf uns wartete.

Sundo: »Ich brauche aber erstmal einen Tee. Wollen wir rein gehen?«
Bango: »Gibts auch Kekse?«
Kelko: »Ja, gehen wir rein.«

Wir hatten uns kaum mit allem versorgt und es uns vor dem prasselnden Kaminfeuer gemütlich gemacht, als erfreulicherweise, noch Grenzerausbilder Faroweis Birnhaag, zu uns stiess. Natürlich kam die Sprache dann wieder auf den Vorfall der letzten Woche, als Faroweis ja von einem umgestürzten Baum in seinem Smial eingeschlossen worden war.

Irmeline: »Was ist jetzt mit Deinem Sachverständigenbericht, Beuno? Und wieso sitzt Du mitten im Kopf des Bärenfell-Läufers?«

Tatsächlich war ich in den morschen Kopf des Bärenfells eingesunken, auf welchen ich mich niedergelassen hatte und hatte grosse Mühe, mich wieder aus dieser Misere zu befreien. Zum Glück half mir Hauptmann Sundo dann tatkräftig aus dem Schädel heraus, sodass die Diskussion hernach wieder weitergeführt werden konnte.

Bango: »Ham die Jungs aus dem Labor sich gemeldet? Wegen dem Sägemehl?«
Irmeline: »Oder haben die Laborratten das Mehl zum Nestbau verwendet?«
Faroweis: »Das war deine Aufgabe, Beuno.«
Irmeline: »Ich habe das auch so in Erinnerung, dass Beuno als Sachverständiger auserkoren wurde.«
Bango: »Aber wo sind denn die Proben? Sind die nich ins Labor geschickt worden?«
Kelko: »Beuno müsste sie haben.«
Beuno: »Äh, diesen Sack mit Sägemehl? Achso, der steht noch bei mir rum. Weiss ja garnicht, wo das Labor ist. Ich kenne nur das Labor von Githjan und Brigga.«
Irmeline: »Also, ich denke, das jetzt noch zu schicken hat wenig Sinn.«
Beuno: »Also, abgesehen vom Sägemehl, waren am Stumpf eher Axtspuren, als Spuren von einer Säge… oder aber es waren sehr grosse Zähne.«
Irmeline: »Ein bissiger Zwerg also!«
Sundo: »Also, ich hab da ne Anmerkung zu machen: Solange wir nicht mehrere solche Fälle haben und sich das bei Faro nicht wiederholt, dann solls uns doch recht sein!«
Bango: »Aber die Tortenversorgung war in Gefahr!«
Irmeline: »Außerdem ist fremde Bäume fällen Sachbeschädigung.«
Sundo: »Wenn das nun mehreren Leuten passiert, dann haben wir ein Problem in Form eines Riesenbibers, oder Baumfällers. Wir sollten trotzdem dran bleiben, aber wenns nun öfters passiert, erst dann müssen wir suchen.«
Kelko: »Ich glaube ja, das Faro einfach nicht bemerkt hat, dass der Baum krank war und deswegen morsche Wurzeln hatte.«
Sundo: »Sehen wir es doch so: Wenn der Geschädigte selber schon kein gesteigertes Interesse an der Verfolgung des Falles an den Tag legt, dann warten wir mal, ob sowas nochmal passiert, bevor wir eine Untersuchung anstrengen.«
Beuno: »Genau, Sundo. Faro nimmt das sehr gelassen hin.«

So endete die Grenzerstunde mit dieser Einigung und alle verliessen das Grenzersmial, mehr oder weniger, zufrieden mit dieser Entscheidung. Man darf gespannt sein, ob der mysteriöse ›Baumfäller‹ in nächster Zeit nochmals aktiv werden wird! Dahingehend deutende Ereignisse, sind bitte unverzüglich den Grenzbeamten zu melden. Dankeschön!

Beuno Willowtree für den Auenland Boten

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